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Theorie + Information


Aufenthalts- bzw. Darbietungsräume sollten
durch ihre Einrichtung oder spezielle akusti-
sche Maßnahmen so weit bedämpft sein,
dass keine Echoeffekte entstehen und sich
die auftretenden Geräusche nicht zu laut ent-
falten können.

Diese Kriterien schlagen sich in der sog.
Nachhallzeit nieder. Die Nachhallzeit ist das
wesentlichste Beurteilungskriterium für den
Höreindruck und die raumakustische Qualität.
Sie beschreibt die Zeitspanne, in der ein
Schalldruckpegel um 60dB abfällt und kenn-
zeichnet damit das Absorptionsvermögen ei-
nes Raumes. Je reflektierender die Umfas-
sungsflächen eines Raumes sind, um so höher
ist der verbleibende Teil der Schallenergie,
der wieder reflektiert wird. Es wird nur ein
geringfügiger Teil der Schallenergie im Mo-
ment des Auftreffens absorbiert, d.h. in Wär-
me- oder Bewegungsenergie umgewandelt.

Das bedeutet, je mehr Reflexionsflächen vor-
handen sind, um so länger dauert es, bis sich
Schallwellen durch geringfügige Absorption
an der jeweiligen Fläche abbauen. Dadurch
entstehen zahlreiche Reflexionen und somit
lange Nachhallzeiten. Im Umkehrschluss er-
geben absorbierende Umfassungsflächen
oder Einbauten in einem Raum kurze Nach-
hallzeiten: Trifft eine Schallwelle auf eine
Oberfläche, die z.B. 50% absorbiert
(Alpha 0.5), so wird nur noch 50% der
Schallenergie reflektiert. Beim nächsten
Auftreffen auf eine ebenso absorbierende
Oberfläche wird die Schallenergie vollständig
geschluckt.